Sein Name lautet Matthias Angrés, er ist Mediziner aus Hamburg und er hat sich ein Team aus Kardiologen zusammengestellt, die unter dem Namen RobinAid nach Bagdad und Kabul reisen, um die dortigen, hilfsbedürftigen Kinder zu operieren.
Mit seiner neuen Stiftung RobinAid, versucht Matthias Angrés Kindern zu helfen, die unter Herzfehlern oder ähnlich schlimmen Schicksalen leiden. Da eine ausreichende medizinische Versorgung in ihrem Land unmöglich ist, hat es sich der Hamburger zur Aufgabe gemacht, den kleinen Menschen mit seinem Team zu helfen. Das einzige Kinderherzzentrum in ganz Irak befindet sich im Abn-Bitar-Hospital in Bagdad. Dort geschehen täglich neue Wunder, während die ärztliche Versorgung in diesem Land ist an anderen Stellen katastrophal ist.
Angrés versucht mit seinem Team, diese Ungerechtigkeit wenigstens ein bisschen zu verringern. Sein Engagement startete im Jahr 2007 mit einer Reise nach Afghanistan, bei der er Kindern in Not half. Im Oktober des gleichen Jahres organisierte er Luftbrücken, genauso im Februar 2008. Kinder aus Afghanistan wurden nach Hamburg geholt und im dortigen Krankenhaus operiert. Bis 2008 war Angrés noch Ärztlicher Direktor des Albertinen-Krankenhauses in Schnelsen. Im April 2009 gründete er dann seine Hilfsorganisation RobinAid, um das Leid in der Welt ein wenig kleiner zu machen.
Dem promovierten Arzt, der erst kürzlich aus Bagdad zurück nach Deutschland kam, fällt es nach eigenen Angaben übrigens schwer, sich bei seinen Heimatbesuchen wieder auf das hiesige Schlaraffenland einzustellen. Denn als genau das sieht er unser Land. Er hält Themen wie Euro- und Finanzkrise als Kleinigkeiten im Vergleich zu den Problemen an, mit denen Menschen in anderen Regionen der Erde zu kämpfen haben. Der Kontrast von Kabul und Bagdad zu Hamburg sei beinahe unmenschlich groß.